Zuständigkeiten

#20310

Der Ausbau von Bahnstrecken erfordert die enge Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren. Diese sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Um den reibungslosen Fortschritt des Projektes zu gewährleisten, übernimmt der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) die Koordination zwischen den einzelnen Akteuren und die Abstimmung mit den regionalen politischen Gremien. In diesem Zusammenhang werden nicht nur die Planungen und die bauliche Umsetzung sondern auch die Gestaltung des Fahrplankonzepts inhaltlich begleitet. An der Ausbaustufe 2018-neu trägt der ZRF die Planungskosten sowie rund 20% der Baukosten.

Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) ist im Auftrag des Landes Baden-Württemberg für die Bestellung und Finanzierung der Zugleistungen des Nah- und Regionalverkehrs auf der Schiene zuständig. Gemeinsam definieren diese beiden Partner das Grundangebot, mit welchem die Strecken bedient werden sollen, und finanzieren dieses aus den sog. Regionalisierungsmitteln, die den Ländern vom Bund für diesen Zweck bereitgestellt werden.

Das Land beteiligt sich zudem über Zuschüsse an den Ausbaumaßnahmen der Ausbaustufe 2018-neu und trägt gemeinsam mit dem Bund rund 80% der Baukosten.

Die Strecken und Bahnhöfe, die im Zuge der Ausbaustufe 2018-neu ausgebaut werden sollen, sind im Besitz der beiden sog. Eisenbahninfrastrukturunternehmen

  • Deutsche Bahn AG
    (Rheintalbahn, Breisacher Bahn, Höllentalbahn, Elztalbahn, Müllheim-Neuenburg), hier wiederum gegliedert in die drei Sparten
    • DB Netz – zuständig unter anderem für Gleisanlagen, Oberleitung, Stellwerke und Signale
    • DB Station&Service AG – zuständig für die Bahnhöfe und Haltepunkte
    • DB Energie GmbH – zuständig für die Energieversorgung der Oberleitung
  • Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft
    (Münstertalbahn und Kaiserstuhlbahn)

Die beiden Unternehmen planen im Auftrag des ZRF die Ausbaumaßnahmen an ihren Strecken und sind als Bauherren später auch verantwortlich für die Planfeststellungs- oder Plangenehmigungsverfahren sowie für die Baudurchführung.

zuletzt geändert am: Dienstag, 14. April 2015 10:38
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