Breisacher Bahn

#20792

Der Planfeststellungsabschnitt "Breisacher Bahn" verläuft von Freiburg Hbf über Gottenheim nach Breisach und umfasst die Städte Freiburg und Breisach, sowie die Gemeinden March, Gottenheim und Ihringen.

Vorgesehener Betrieb
Auf der Breisacher Bahn ist vorgesehen, dass künftig tagsüber an allen Tagen ein Halbstundentakt zwischen Freiburg und Breisach angeboten wird. Dies bedeutet vor allem an den Wochenenden eine Verbesserung des Angebots.
Weiterhin können künftig längere Züge mit höheren Kapazitäten eingesetzt werden, die mehr Sitzplätze bieten als die heute eingesetzten Dieseltriebzüge. Durch einen Ausbau des Bahnhofs Gottenheim wird ein Flügeln und Kuppeln von Zügen möglich. Dabei wird jeweils ein von Freiburg kommender Zug in Gottenheim geteilt (bzw. in der Gegenrichtung gekuppelt). Ein Zugteil fährt anschließend weiter nach Breisach, der andere nach Endingen. Damit ist auch der östliche Kaiserstuhl künftig ohne Umsteigen erreichbar.
Zudem werden die Züge der Breisacher Bahn mit denen der Höllentalbahn verknüpft und somit direkt zwischen Breisach und dem Schwarzwald bis Villingen und Seebrugg verkehren. Auf diese Weise entstehen neue umsteigefreie Fahrtmöglichkeiten.

Maßnahmen
Um den vorgesehenen Betrieb realisieren zu können, sind folgende bauliche Maßnahmen an der Strecke erforderlich:

  • Durch die Elektrifizierung der Strecke ist es möglich, die Züge der Breisacher mit den künftig ebenfalls elektrisch verkehrenden Zügen der Kaiserstuhlbahn sowie den bereits heute elektrisch verkehrenden Zügen der Höllentalbahn zu verknüpfen. Die Elektrifizierung schafft somit umsteigefreie Verbindungen zwischen Breisacher Bahn, Kaiserstuhlbahn, Freiburg und darüber hinaus in Richtung Höllental.
  • Um auf der Breisacher Bahn alle Stationen mit allen Fahrten bedienen zu können und für die Verknüpfung mit der Höllentalbahn, wird die zulässige Geschwindigkeit zwischen Freiburg und Breisach abschnittsweise von heute 80 km/h auf bis zu 120 km/h erhöht. Um dies zu ermöglichen, wird in den betroffenen Abschnitten insbesondere der Untergrund unter dem Gleis verbessert. Außerdem führt die Erhöhung der Geschwindigkeit dazu, dass in den Bereichen Mooswald und Hugstetten abschnittsweise Lärmschutzwände errichtet werden.
  • Auf Grund der Elektrifizierung und/oder der Geschwindigkeitserhöhungen ist der Umbau von Bahnübergängen entlang der Strecke geplant. Dabei werden auch einige Bahnübergänge in Abstimmung mit den jeweils betroffenen Straßenbaulastträgern geschlossen, teilweise mit entsprechenden Ersatzmaßnahmen.
  • Um eine optimale Verknüpfung der Breisacher Bahn und Kaiserstuhlbahn zu ermöglichen, wird der Kreuzungsbahnhof Gottenheim umfassend umgebaut. Für das Flügeln und Kuppeln der Züge werden sowohl Bahnsteige verlängert als auch der Gleisplan angepasst. In der Folge kann der heute vorhandene Reisendenüberweg zum Mittelbahnsteig nicht erhalten bleiben. Es wird eine neue Personenunterführung gebaut, um den Zugang zum Mittelbahnsteig sowie zu den nördlich der Bahnstrecke gelegenen Gebieten für Fußgänger und Radfahrer zu ermöglichen. Diese Unterführung wird durch Rampen bzw. einen Aufzug zum Mittelbahnsteig barrierefrei nutzbar sein. Auf der Südseite und zum Mittelbahnsteig ist zusätzlich jeweils eine Treppe vorgesehen.
  • Die Bahnsteige an der Breisacher Bahn wurden vor einigen Jahren größtenteils bereits barrierefrei ausgebaut auf einer Länge von 150 m und einer Höhe von 55 cm über der Oberkante der Schienen. Auf dem Abschnitt Freiburg Hbf – Gottenheim ist künftig der Einsatz längerer Züge geplant. Daher müssen die Bahnsteige auf 210 m verlängert werden. Durch das Flügeln in Gottenheim sind die vorhandenen Bahnsteiglängen auf dem weiteren Abschnitt bis Breisach ausreichend. Die Stationen Freiburg-Klinikum und Freiburg-West (neu: Freiburg-Landwasser) erhalten dabei auch erhöhte Bahnsteige, die einen stufenfreien Einstieg in die Züge ermöglichen. Zur Herstellung eines barrierefreien Zugangs zum Bahnsteig wird am Klinikum eine neue Rampe gebaut. Der heutige Haltepunkt West wird um etwa 200 m in Richtung Hugstetten verlegt um die Zugänglichkeit und die Umsteigesituation zur Stadtbahn zu verbessern.

Die geplanten Maßnahmen mit Stand Februar 2015 sind nachfolgend im Einzelnen zusammengestellt und beschrieben. Bitte wählen Sie den gewünschten Maßnahmenbereich:

Elektrifizierung

Geschwindigkeitserhöhungen

Bahnübergänge

Kreuzungsbahnhof Gottenheim

Ausbau Haltepunkt Freiburg-Klinikum

Ausbau Haltepunkt Freiburg-Messe/Universität

Ausbau Haltepunkt Freiburg-Landwasser

Ausbau Haltepunkt Hugstetten

 

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Elektrifizierung 
Die Strecke wird zwischen Freiburg-Messe/Universität und Breisach mit einer neuen elektrischen Oberleitung versehen. Die bestehende Oberleitung zwischen Freiburg Hbf und Freiburg Neue Messe/Universität wird erneuert. Neben das vorhandene Gleis werden hierzu Masten aufgestellt, an denen die Oberleitung aufgehängt wird. Die Abstände, in denen die Masten zueinander aufgestellt werden müssen, hängen von der Linienführung des Streckenabschnittes ab. In Kurven müssen die Masten in engerem Abstand als auf gerader Strecke aufgestellt werden, um eine exakte Positionierung der Oberleitung über dem Gleis zu gewährleisten. In der Regel werden die Masten so nah am Gleis aufgestellt, dass es nicht oder nur zu geringen Eingriffen in benachbarte Grundstücke kommt. Wo Eingriffe erforderlich sind, soll mit den betroffenen Anliegern frühzeitig eine entsprechende Abstimmung erfolgen. Die folgende Abbildung zeigt ein Regelprofil mit Fahrleitungsmast und den entsprechenden Abmessungen.
 

 

So sieht zum Beispiel die neue Oberleitung an der bereits 2013 ausgebauten Münstertalbahn aus: 

 

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Geschwindigkeitserhöhungen 
Um den 30-Minuten-Takt auf der Breisacher Bahn unter den heute gegebenen Randbedingungen einhalten zu können, fahren zahlreiche Züge an verschiedenen Stationen bei Fahrten entgegen der so genannten Hauptlastrichtung ohne Halt durch. Mit dem Ausbau der Strecke wird dieses nicht mehr nötig sein. Zudem ist die Verknüpfung der Breisacher Bahn und der Höllentalbahn geplant mit dem Ziel, zusätzliche direkte Fahrmöglichkeiten zu schaffen. Um beide Ziele zu erreichen, wird die Streckengeschwindigkeit der Breisacher Bahn abschnittsweise erhöht. Zwischen Freiburg Neue Messe / Universität und Gottenheim können die Züge künftig mit 120 km/h fahren, mit Ausnahme einer Kurve bei Hugstetten (100 km/h). Zwischen Gottenheim und Wasenweiler sowie zwischen Ihringen und Breisach sind künftig 100 km/h möglich. Auf den übrigen Abschnitten bleibt es bei der bestehenden Geschwindigkeit von 80 km/h.
Die vorhandene Trassierung der weitgehend geraden Strecke ist für die höhere Geschwindigkeit bereits geeignet. Lediglich der Boden unter den Gleisen, der so genannte Unterbau, wird verbessert, um stabile Bodenverhältnisse für die höheren Geschwindigkeiten sicherzustellen.

 

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Bahnübergänge
An der etwa 20 km langen Breisacher Bahn befinden sich insgesamt 23 Bahnübergänge. Die meisten dieser Anlagen werden wegen der Elektrifizierung oder wegen der notwendigen Geschwindigkeitserhöhung technisch angepasst. In diesem Zusammenhang werden dann auch alle anderen Anlagenteile der Bahnübergänge überprüft um festzustellen, ob sie den aktuellen technischen Vorschriften und Standards entsprechen. Dabei kommt es teilweise zu umfangreicheren Umbaumaßnahmen an den kreuzenden Straßen oder Wegen. In einzelnen Fällen werden auch zusätzliche Lichtzeichen oder Schranken aufgestellt, um die Sicherheit an den Bahnübergängen weiter zu erhöhen.

In Abstimmung mit den jeweils zuständigen Straßenbaulastträgern werden im Zuge des Ausbaus der Breisacher Bahn fünf Bahnübergänge geschlossen. Dabei stehen in der Regel alternative, mit vertretbarem Mehraufwand für die Verkehrsteilnehmer erreichbare Querungsmöglichkeiten heute schon zur Verfügung oder werden im Rahmen der Planungen vorgesehen.

Bahnübergänge Stadt Freiburg

Die Bahnübergänge Im Wolfswinkel (Bahn-km 3,1), Große Richtstatt (Bahn-km 4,3) und K9860 (Bahn-km 6,0) entsprechen bereits dem Stand der Technik und sind für einen Betrieb an einer elektrifizierten Strecke geeignet. Daher sind hier lediglich geringfügige Anpassung an die künftig höhere Streckengeschwindigkeit geplant. Das äußere Erscheinungsbild bleibt jeweils weitgehend unverändert.


Bahnübergänge Gemeinde March

Industriestraße (Bahn-km 7,3)
Da die Anlage im Rahmen einer Ausbaumaßnahme im Jahr 2008 bereits dem Stand der Technik angepasst sowie für eine spätere Elektrifizierung vorbereitet wurde, ist hier lediglich eine geringfügige Anpassung an die künftig vorgesehene Streckengeschwindigkeit geplant. Das äußere Erscheinungsbild bleibt weitgehend unverändert.

Umkircher Straße, L116 (Bahn-km 7,7)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und Halbschranken ist nicht mit der Elektrifizierung und der neuen Streckengeschwindigkeit verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert. Die für die Geschwindigkeitserhöhung erforderliche geringfügige Anpassung des Gleises führt zu einer Anpassung der Fahrbahn. Die vorhandene Kuppe wird leicht entschärft. Im Bereich des Gehwegs auf der Westseite der Umkircher Straße werden unmittelbar vor den Schranken so genannte Aufmerksamkeitsfelder im Belag angeordnet, die von Blinden mit einem Langstock ertastet werden können.
Außerdem ist die bestehende Vorfahrtregelung an der nördlich gelegenen Kreuzung der L116 und der K4978 zu verändern. Die L116 wird künftig zur Vorfahrtsstraße in Nord-Süd-Richtung, während die K4978 wartepflichtig auf die Landesstraße mündet. Die Kreuzung wird entsprechend umgebaut.

Landwirtschaftlicher Weg (Bahn-km 8,6)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und ohne Schranken ist nicht mit der Elektrifizierung und der neuen Streckengeschwindigkeit verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Schranken und Lichtzeichen installiert. Zudem muss gemäß aktuellen Richtlinien die Fahrbahn verbreitert werden, damit sich entgegenkommende Fahrzeuge auf der Straße nicht gegenseitig behindern mit der Gefahr, dass es auf dem Bahnübergang zu einem Rückstau kommt.

Waldweg (Bahn-km 9,2)
Als Gehwegübergang mit Drehkreuzen ohne technische Sicherung ist dieser Bahnübergang ausschließlich für Fußgänger nutzbar. In Abstimmung mit der Gemeinde March wurde beschlossen, diese Querungsmöglichkeit ersatzlos entfallen zu lassen, weil bei den künftig bis zu 120 km/h schnellen Zügen das Queren der Bahnstrecke ohne technische Sicherung ein hohes Gefahrenpotenzial mit sich gebracht hätte. Ein Vollausbau wiederum war aus finanziellen Gründen angesichts der nur sehr geringen Nachfrage, die sich zudem im Wesentlichen auf den Freizeitverkehr beschränkt, nicht darstellbar. In etwa 700 m Entfernung besteht die Möglichkeit, im Zuge der Straßenbrücke der B31n die Bahnstrecke zu queren.


Bahnübergänge Gemeinde Gottenheim

Waldweg (Bahn-km 10,5)
Als Gehwegübergang mit Drehkreuzen ohne technische Sicherung ist dieser Bahnübergang ausschließlich für Fußgänger nutzbar. Auch hier wurde in Abstimmung mit der Gemeinde Gottenheim beschlossen, diese Querungsmöglichkeit ersatzlos entfallen zu lassen. Die Züge befahren auch diesen Bereich künftig mit bis zu 120 km/h - mit entsprechenden Gefahren beim Queren der Bahnstrecke ohne technische Sicherung. Bezüglich eines alternativ denkbaren Vollausbaus gilt dasselbe wie für den BÜ in Bahn-km 9,2. In etwa 600 m Entfernung besteht die Möglichkeit, im Zuge der Straßenbrücke der B31n die Bahnstrecke zu queren.

Buchheimer Straße L187 (Bahn-km 11,33)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und Halbschranken wird im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der veränderten Streckengeschwindigkeit erneuert. Dabei werden neue Vollschranken und Lichtzeichen installiert und die Fahrbahnbreite der Straße den Richtlinien angepasst. Bei der hierfür erforderlichen Verbreiterung wird der östliche Geh- und Radweg ebenfalls angepasst und erweitert. Zudem werden unmittelbar vor den Schranken Aufmerksamkeitsfelder im Gehwegbelag vorgesehen, die von Blinden mit einem Langstock ertastet werden können.

Eichweg (Bahn-km 11,37)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und Umlaufsperren wird wie die benachbarte Anlage an der Buchheimer Straße ebenfalls erneuert. Auch hier  werden neue Vollschranken und Lichtzeichen installiert. Außerdem werden Aufmerksamkeitsfelder in den Belag des Geh- und Radwegs jeweils vor den Schranken eingebaut.

Bahnhofstraße (Bahn-km 11,5)
Aufgrund des umfassenden Umbaus des Bahnhofs mit Verlängerung der Bahnsteige Richtung Osten kann dieser Übergang nicht bestehen bleiben. Als Ersatzmaßnahme wird für Kfz der vorhandene Feldweg vom Gewerbegebiet Nägelseestraße her kommend ausgebaut, während Fußgänger und Radfahrer künftig die barrierefrei erreichbare Unterführung am Bahnhof nutzen können. Südlich der Bahngleise wird für die dort dann endende Straße ein Wendedreieck errichtet.

Bötzinger Straße L115 (Bahn-km 12,0)
Künftig wird die Bahnstrecke in diesem Bereich nur noch eingleisig geführt. Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und Halbschranken ist zudem nicht mit der Elektrifizierung und der neuen Streckengeschwindigkeit verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert. Außerdem werden die Gehwege auf beiden Seiten der Straße angepasst bzw. ergänzt und es werden Aufmerksamkeitsfelder in die Gehwege jeweils vor den Schranken eingebaut. Um ein verlässliches Räumen des Bahnübergangs aus Richtung Norden zu gewährleisten müssen südlich der Strecke vorgezogene Lichtzeichen noch vor der Einmündung in die Bahnhofstraße aufgestellt und die noch Norden fahrenden Fahrzeuge bereits hier angehalten werden. Ein Einbiegen in die Bahnhofstraße für LKW kann zudem nur noch aus Richtung Süden zugelassen werden.

Landwirtschaftlicher Weg (Bahn-km 13,0)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und ohne Schranken ist nicht mit der Elektrifizierung und der neuen Streckengeschwindigkeit verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert sowie die Fahrbahn verbreitert, um zu gewährleisten, dass sich zwei Fahrzeuge im Räumbereich von 25 m beidseits des Bahnübergangs ungehindert begegnen können.

Wasenweiler Str. K4995 (Bahn-km 13,7)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und Halbschranken ist nicht mit der Elektrifizierung und der neuen Streckengeschwindigkeit verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert sowie die Fahrbahn geringfügig verbreitert. Die unmittelbar nördlich des Gleises liegende Zufahrt zum ehemaligen Bahngebäude und zu einem landwirtschaftlichen Weg liegt zu nah am Bahnübergang und innerhalb des Räumbereichs. Sie muss entsprechend verlegt werden. Zudem kann ein Einbiegen von LKW in diese Zufahrt nur noch aus Richtung Wasenweiler zugelassen werden.

 

Bahnübergänge Gemeinde Ihringen



Merdingerstraße K4929 (Bahn-km 14,8)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und ohne Schranken ist nicht mit der Elektrifizierung verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert sowie die Fahrbahn im Räumbereich verbreitert, um zu gewährleisten, dass sich zwei Fahrzeuge im Räumbereich von 25 m beidseits des Bahnübergangs ungehindert begegnen können. Für LKW gibt es künftig ein Linksabbiegeverbot in Richtung Station Wasenweiler. Soweit möglich wurde bei der Planung bereits berücksichtigt, dass zu einem späteren Zeitpunkt westlich der Straße noch ein Geh- und Radweg durch den Straßenbaulastträger ergänzt werden könnte, wobei der Bahnübergang dann aber nochmals angepasst werden muss.

Landwirtschaftlicher Weg (Bahn-km 15,7)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und ohne Schranken ist nicht mit der Elektrifizierung verträglich und müsste entsprechend erneuert werden. Gleichzeitig aber sehen die Planungen für die B31 West in diesem Bereich eine parallele Führung der Straße unmittelbar südlich der Gleise und damit einen Rückbau des Bahnübergangs vor. Daher wurde in Abstimmung mit der Gemeinde Ihringen und dem Regierungspräsidium Freiburg vereinbart, den Bahnübergang bereits im Zuges des S-Bahn-Ausbaus zurück zu bauen. Als Ersatz wird ein landwirtschaftlicher Weg vom Bahnübergang Merdingerstraße kommend entsprechend ausgebaut.

Landwirtschaftlicher Weg (Bahn-km 16,7)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und ohne Schranken ist nicht mit der Elektrifizierung verträglich und müsste dem entsprechend mit erheblichem finanziellen Aufwand erneuert werden. Da in nur etwa 300 m Entfernung bereits der nächste Bahnübergang liegt, wurde in Abstimmung mit der Gemeinde Ihringen vereinbart, den Bahnübergang in km 16,7 zurück zu bauen und einen Ersatzweg zum auszubauenden Bahnübergang Sonnenhof herzustellen.

Sonnenhof (Bahn-km 17,0)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und ohne Schranken ist nicht mit der Elektrifizierung verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert. Zudem muss die Fahrbahn verbreitert und mit Blick auf die Zufahrt zum Weingut Sonnenhof und auf den Anschluss des Ersatzwegs für den zu schließenden Bahnübergang in Bahn-km 16,7 umfassend ausgebaut werden. Der zum Sonnenhof führende Wirtschaftsweg ist künftig nicht mehr vorfahrtsberechtigt gegenüber dem einmündenden Ersatzweg.

Riedgasse (Bahn-km 17,5)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und Halbschranken ist nicht mit der Elektrifizierung verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert sowie der östliche Gehweg geringfügig verbreitert. Außerdem werden Aufmerksamkeitsfelder in den Belag der Geh- und Radwege jeweils vor den Schranken eingebaut. . Um ein verlässliches Räumen des Bahnübergangs aus Richtung Süden zu gewährleisten müssen nördlich der Strecke vorgezogene Lichtzeichen noch vor der Einmündung in die Bahnhofstraße aufgestellt und die noch Süden fahrenden Fahrzeuge bereits hier angehalten werden. Ein Einbiegen in den Abzweig der Waidstraße unmittelbar südlich des Gleises kann für LKW zudem nur noch aus Richtung Süden zugelassen werden.

Eisenbahnstraße (Bahn-km 17,8)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und Halbschranken ist nicht mit der Elektrifizierung verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert sowie der westliche Gehweg geringfügig verbreitert. Die Einmündung in die Bahnhofstraße wird aufgeweitet, um ein sicheres Räumen des Bahnübergangs durch Fahrzeuge, die aus Richtung Süden kommen und in die Bahnhofstraße einbiegen wollen, zu gewährleisten. Außerdem werden Aufmerksamkeitsfelder in die Gehwege jeweils vor den Schranken eingebaut.

Glänzerweg (Bahn-km 18,5)
Der Bahnübergang ist seit einem Unfall im September 2014 außer Betrieb genommen. Die vormals vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und ohne Schranken ist nicht mit der Elektrifizierung und der neuen Streckengeschwindigkeit verträglich. Im Zuge des Ausbaus der Breisacher Bahn wird eine neue Anlage in verschobener Lage errichtet, so dass eine geradlinige Führung über das Gleis in Verlängerung der Straßen „Am Krebsbach“ und „Keltenweg“ möglich wird. Die Fahrbahn erhält im Räumbereich eine Breite von 5,50m sowie Halbschranken und Lichtzeichen.


Bahnübergänge Stadt Breisach

Landwirtschaftlicher Weg (Bahn-km 19,8)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und ohne Schranken ist nicht mit der Elektrifizierung und der neuen Streckengeschwindigkeit verträglich und müsste entsprechend erneuert werden. Gleichzeitig aber sehen die Planungen für die B31 West in diesem Bereich eine parallele Führung der Straße unmittelbar südlich des Gleises und den Neubau einer Straßenüberführung als Ersatz für diesen Bahnübergang und für denjenigen im Zuge der L 114. Daher wird der Bahnübergang in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Freiburg bereits im Zuge des S-Bahn-Ausbaus zurückgebaut. Als Ersatz wird der vorhandene landwirtschaftliche Weg nördlich des Naturschutzgebiets Hochstetter Feld als Verbindung zur L 114 und zum dortigen Bahnübergang ausgebaut.

Ihringer Landstraße L114 (Bahn-km 20,2)
Die vorhandene Sicherungsanlage mit Blinklichtern und Halbschranken ist nicht mit der Elektrifizierung und der neuen Streckengeschwindigkeit verträglich. Bei der erforderlichen Erneuerung der Anlage werden neue Halbschranken und Lichtzeichen installiert.

Bahnhofstraße (Bahn-km 21,9)
Die Anlage entspricht bereits dem Stand der Technik und ist für den betrieb an einer elektrifizierten Strecke geeignet. Daher ist hier lediglich eine geringfügige Anpassung an die künftig vorgesehene Streckengeschwindigkeit erforderlich. Aufgrund der etwas zu geringen Durchfahrtshöhe unter der nahegelegenen Brücke der L 104 muss die Oberleitung in diesem Bereich leicht abgesenkt werden. Dies wirkt sich auch auf den Bahnübergang Bahnhofstraße aus, so dass hier eine Höhenbegrenzung für die Straßenverkehr auf 4,0 m erforderlich ist. Um wirksam zu verhindern, das zu hohe Fahrzeuge den Bahnübergang benutzen und ggf. die Oberleitung beschädigen könnten, werden Profiltore mit der entsprechenden Höhebeidseitig des Bahnübergangs über der Straße errichtet.

 

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Kreuzungsbahnhof Gottenheim

Die Gleise und Bahnsteige im Bahnhof Gottenheim werden umfassend umgebaut und neu verlegt. Dies ist für das geplante Zugkonzept erforderlich, bei dem die Züge, nachdem sie aus Richtung Freiburg angekommen sind, geteilt werden und ein Teil anschließend Richtung Breisach weiterfährt und der andere Richtung Endingen. In der Gegenrichtung werden die zwei Teile entsprechend gekuppelt und fahren dann gemeinsam weiter nach Freiburg. Gleichzeitig begegnen sich wie heute die Züge beider Fahrtrichtungen alle halbe Stunde in Gottenheim, das Flügeln und Kuppeln findet also gleichzeitig statt. Der Hausbahnsteig (Gleis 1) wird auf eine Länge von 210 m erweitert. Der Mittelbahnsteig wird barrierefrei mit eine Höhe von 55 cm neu errichtet und erhält an Gleis 2 ebenfalls eine Länge von 210 m, an Gleis 3 eine Länge von 140 m. Die barrierefreie Erschließung des Mittelbahnsteigs erfolgt durch eine neue Personenunterführung mit beidseitigen, barrierefreien Rampen sowie einem Personenaufzug am Mittelbahnsteig. Zudem ist die Unterführung über zusätzliche Treppen auf der Südseite und am Mittelbahnsteig zugänglich. Der Hausbahnsteig ist wie bisher über zwei geneigte Zugangsflächen barrierefrei zu erreichen. Beide Bahnsteige erhalten außerdem neue Bahnsteigdächer. Die nördlich des Bahnhofs gelegenen Bereiche sind durch die Unterführung künftig direkt an den Bahnhof angebunden.

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Ausbau Haltepunkt Freiburg-Klinikum


Die Bahnsteig an der Station Klinikum wird in bestehender Lage neu errichtet. Der provisorische, niedrige Bahnsteig wird durch einen neuen, 210 m langen und 55 cm hohen Neubau ersetzt. Im östlichen Bereich wird eine neue, barrierefreie Rampe in Richtung Heiliggeiststraße angelegt. Zur ergänzenden Erschließung des Klinikgeländes wird am westlichen Bahnsteigende eine neue Treppe als Zugang angelegt, die bestehende Treppe entfällt dabei.

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Ausbau Haltepunkt Freiburg-Messe/Universität

Der vorhandene Bahnsteig ist bereits barrierefrei ausgebaut und wird lediglich um 16 m in westliche Richtung auf dann 216 m bauliche Länge verlängert. Aufgrund der dort gleichzeitig anzupassenden Sicherungstechik sind aber wie bei den anderen Stationen zwischen Freiburg und Gottenheim nur 210 m Bahnsteiglänge durch die Züge nutzbar.

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Ausbau Haltepunkt Freiburg-Landwasser

Der bestehende Haltepunkt Freiburg-West wird um etwa 200 m nach Westen verlegt und in Freiburg-Landwasser umbenannt. Der neue Bahnsteig wird 210 m lang und 55 cm hoch ausgebildet. Um die Verknüpfung mit der Stadtbahn-Haltestelle Moosweiher (Endhaltestelle Linie 1) zu verbessern, wird der neue Bahnsteig durch einen barrierefreien Zugang an die Einmündung Wirthstraße/Böcklerstraße angebunden. Ein zweiter barrierefreier Zugang am östlichen Bahnsteigende ermöglicht die gute Erreichbarkeit des Stadtteils Landwasser des Diakoniekrankenhauses und des Mooswalds über den Bahnübergang Große Richtstatt.

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Ausbau Haltepunkt Hugstetten



Der vorhandene Bahnsteig ist bereits barrierefrei ausgebaut. Aufgrund der künftig eingesetzten längeren Züge und Änderungen in der Sicherungstechnik der Strecke wird der Bahnsteig jedoch um etwa 76 m in westliche Richtung verlängert. Hierdurch kommt es zu geringfügigen Anpassungen der am westlichen Bahnsteigende vorhandenen Zugangsrampe. Die künftige Bahnsteiglänge beträgt 210 m.


zuletzt geändert am: Dienstag, 31. Mai 2016 10:10
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