Drei-Seen-Bahn

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Die Drei-Seen-Bahn zweigt in Titisee von der sogenannten Höllentalbahn „Freiburg – Donaueschingen“ ab und verläuft in südöstliche Richtung bis zum Streckenende nach Seebrugg. Die 19,2 km lange Strecke ist eingleisig und auf gesamter Länge elektrifiziert. Sie umfasst insgesamt fünf Verkehrsstationen, von denen Feldberg-Bärental und Aha jeweils Kreuzungsbahnhöfe sind.


Vorgesehener Betrieb
Neben dem Berufspendler- und Schülerverkehr hat die Drei-Seen-Bahn vor allem eine starke Bedeutung für den Tourismus. So sind an Wochenenden die Fahrgastzahlen auf der Drei-Seen-Bahn deutlich höher als an Werktagen. Der Hochschwarzwald mit dem Feldberggebiet ist eines der am stärksten frequentierten und verkehrlich belasteten Urlaubs- und Naherholungsgebiete Baden-Württembergs.

Aktuell besteht ein stündlicher Taktverkehr, wobei alle Fahrten in Freiburg beginnen bzw. enden. Zukünftig ist werktags nach wie vor eine stündliche Bedienung durch eine S-Bahn-Linie allerdings bereits ab Endingen bzw. Breisach über Freiburg nach Seebrugg vorgesehen. Sonntags soll die Taktung auf zwei Züge je Stunde bis Seebrugg erhöht werden. Hierbei wird es sowohl in Feldberg-Bärental als auch in Aha zu regelmäßigen Zugkreuzungen kommen. Das Vergabeverfahren für den Betrieb auf der „Ost-West-Achse“ wurde im Dezember 2014 vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg begonnen. Nach dem Abschluss des Vergabeverfahrens hat die bisherige Betreiberin der Strecke, die DB Regio, den Zuschlag für den Betrieb erhalten.

  

Ausbaumaßnahmen                                                                                                             Für die Baumaßnahmen an den fünf Stationen der Drei-Seen-Bahn wurde je Station ein sogenanntes Plangenehmigungsverfahren durchgeführt. Der barrierefreie Ausbau der Stationen wurde unter Vollsperrung vom 01.04.2016 – 02.07.2016 durchgeführt. Hierfür wurden die Bahnsteige auf einer Länge von 140 m und mit einer Höhe von 55 cm über Schienenoberkante neu hergestellt. Die Bahnsteighöhe wurde dabei so angelegt, dass ein stufenfreier Einstieg in die Fahrzeuge gewähr-leistet ist. Die Bahnsteigbreite beträgt im Regelfall 2,50 m, wurde aber im Bereich der bestehenden Gebäude an den Bestand angeglichen. Die sich an die Bahnsteige anschließenden Gehwege bzw. Zugänge wurden an die veränderte Bahnsteighöhe angepasst und barrierefrei aus-, bzw. neugebaut.

Alle Stationen erhielten ein taktiles Wegeleitsystem, damit sich auch sehbehinderte Fahrgäste orientieren können. Zudem wurden die Bahnsteigausstattung und - je nach Zustand - die Wetterschutzanlagen sowie die Bahnsteigbeleuchtung bedarfsgerecht erneuert.

In Feldberg-Bärental und Aha wurden zudem die Reisendenübergänge zum zweiten Bahnsteig an die jeweils veränderte Bahnsteighöhe angepasst und um- bzw. neugebaut. Weitere  Ausbaumaßnahmen an der Drei-Seen-Bahn sind für das künftige Angebot, also auch für die Verdichtung an Sonntagen nicht erforderlich.

Im Juli 2016 erfolgte die Wiederinbetriebnahme der Strecke.


 


zuletzt geändert am: Freitag, 17. März 2017 08:14
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