Höllentalbahn West

#20753

Der Planfeststellungsabschnitt „Höllentalbahn West“ verläuft von Freiburg Hbf über Kirchzarten, Himmelreich und Hinterzarten bis hinter den Bahnhof Titisee und umfasst die Gemeinden Freiburg, Kirchzarten, Buchenbach, Breitnau, Hinterzarten und Titisee-Neustadt.

Vorgesehener Betrieb
Das künftig geplante Angebot auf der westlichen Höllentalbahn umfasst einen Halbstundentakt zwischen Freiburg Hbf und Titisee-Neustadt (Bahnhof Neustadt/Schwarzwald). In den Tagesrandzeiten wird das Angebot gegenüber heute ausgeweitet. Die Züge werden in Freiburg mit der Breisacher Bahn verknüpft, sowie in der Gegenrichtung bis Seebrugg bzw. über Neustadt hinaus durchgängig bis Villingen fahren.
Im stark frequentierten Abschnitt Freiburg Hbf – Kirchzarten werden in den Hauptverkehrszeiten montags bis freitags zusätzliche Verstärkerzüge eingesetzt.
An Sonn- und Feiertagen ist im gesamten Abschnitt zwischen Freiburg und Titisee tagsüber ein 20-Minuten-Takt vorgesehen, um der zu erwartenden großen Nachfrage gerecht werden zu können. Mehr zum künftigen S-Bahn-Angebot finden sie hier.

Maßnahmen
Um den vorgesehenen Betrieb realisieren zu können, werden folgende bauliche Maßnahmen an der Strecke umgesetzt:

  • Um den Spurplan im Freiburger Hauptbahnhof zu entflechten und gegenseitige Behinderungen im Betriebsablauf zwischen der Ost-West-Achse und der Nord-Süd-Richtung zu vermeiden, ist der Neubau einer zusätzlichen Weichenverbindung in Freiburg Hbf zwischen den Gleisen 4 und 5 vorgesehen.
  • Im Abschnitt Freiburg Hbf – Freiburg-Wiehre wird die Oberleitung erneuert.
  • Für die Steuerung des künftigen Breisgau-S-Bahn-Netzes wird am Bahnhof Freiburg-Wiehre ein neues Zentralstellwerk errichtet.
  • Um den für die Verknüpfung mit der Breisacher Bahn erforderlichen Fahrplan einhalten zu können, werden an wenigen Stellen sogenannte Geschwindigkeitseinbrüche, das sind kurze Abschnitte, in denen nicht die normale Streckengeschwindigkeit gefahren werden kann, beseitigt.
  • Um die Verstärkerfahrten in den Hauptverkehrszeiten zwischen Freiburg und Kirchzarten zu ermöglichen, wird der Bahnhof Freiburg-Littenweiler zu einem kurzen Kreuzungsbahnhof ausgebaut. Der Bahnhof erhält ein zweites Gleis einschließlich Oberleitung und einen zweiten Bahnsteig.
  • Wegen der künftig möglichen planmäßig längeren Züge wird es Weichenverschiebungen im Bereich des Bahnhofs Himmelreich und der Kreuzung in Hirschsprung geben.
  • Der Ausbau der Höllentalbahn West bedingt auch den Umbau von Bahnübergängen.
  • Zur Herstellung eines barrierefreien Zugangs zu den Bahnsteigen und den Zügen ist der Ausbau der Stationen geplant. Die künftige im gesamten Netz der Breisgau-S-Bahn einheitliche Bahnsteighöhe beträgt 55 cm über Schienenoberkante. Entlang der Höllentalbahn West werden die Stationen mit einer Bahnsteiglänge von 210 m hergestellt. Eine Außnahme bildet hierbei die Station Titisee, bei der die Bahnsteigkanten an den Gleisen 1 und 3 mit 233 m Länge ausgebaut werden. An allen Stationen wird die barrierefreie Erreichbarkeit der Bahnsteige sichergestellt, sofern erforderlich durch Rampen oder Aufzüge. Zudem werden alle Stationen mit Blindenleitstreifen, neuen Beleuchtungseinrichtungen, sowie Wetterschutz- und Informationseinrichtungen ausgestattet.

Die geplanten Maßnahmen mit Stand Februar 2015 sind nachfolgend im Einzelnen zusammengestellt und beschrieben. Bitte wählen Sie den gewünschten Maßnahmenbereich:

Neubau Weichenverbindung Freiburg Hbf

Erneuerung der Oberleitung

Neubau Zentralstellwerk

Beseitigung Geschwindigkeitseinbrüche

Bahnübergänge

Ausbau Bahnhof Freiburg-Wiehre

Ausbau Bahnhof Freiburg-Littenweiler

Ausbau Bahnhof Kirchzarten

Ausbau Bahnhof Himmelreich

Anpassung Kreuzung Hirschsprung

Ausbau Bahnhof Hinterzarten

Ausbau Bahnhof Titisee

 

Neubau Weichenverbindung Freiburg Hbf∧ top

Der Neubau einer zusätzlichen Weichenverbindung in Freiburg Hbf im nördlichen Bahnhofsbereich zwischen den Gleisen 4 und 5 erfolgt für die voneinander unabhängige Abwicklung der Verkehre auf der Ost-West-Achse (Villingen/Seebrugg – Freiburg – Breisach/Endingen, künftig Gleise 6 und 7) und der Elztalbahn (künftig Gleis 5).

Erneuerung der Oberleitung∧ top
Zwischen Freiburg Hbf und dem Bahnhof Freiburg-Wiehre wird die vorhandene Oberleitungsanlage für den künftigen S-Bahn-Betrieb erneuert.

Neubau Zentralstellwerk∧ top
Im Zuge der Ausbaustufe 2018-neu des Projekts Breisgau-S-Bahn 2020 ist der Bau zahlreicher elektronischer Stellwerke zur lokalen Steuerung des Eisenbahnverkehrs vorgesehen, beispielsweise in Breisach, Gottenheim, Gutach, Littenweiler, Löffingen und Döggingen. Diese Stellwerke sind nicht mit Personal besetzt, sondern werden von einer Zentrale aus gesteuert. Diese Stellwerkzentrale wird im Bereich des Bahnhofs Freiburg-Wiehre südlich der Gleise auf einem zurzeit nicht genutzten Bahngelände neu errichtet.

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Beseitigung von Geschwindigkeitseinbrüchen
Um die Verknüpfung der Züge der Höllentalbahn mit der Breisacher Bahn zu ermöglichen, werden einige wenige sogenannte Geschwindigkeitseinbrüche beseitigt. Diese reduzieren auf einem kurzen Abschnitt die fahrbare Geschwindigkeit auf einen gegenüber der zulässigen Streckengeschwindigkeit geringeren Wert.

Bahnübergänge∧ top

Im Planfeststellungsabschnitt Höllentalbahn West sind im Zuge des Ausbaus sieben Bahnübergänge technisch anzupassen. Dabei wird sichergestellt, dass alle Anlagenteile nach dem Umbau dem neuesten Stand der Technik entsprechen. In diesem Zusammenhang kommt es teilweise zu umfangreicheren Umbaumaßnahmen auch an den kreuzenden Straßen oder Wegen. In einzelnen Fällen werden auch zusätzliche Lichtzeichen oder Schranken aufgestellt, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.

Bahnübergang „Möslestraße“
Die Bahnübergangsanlage wird mit einer neuen Sicherungstechnik ausgestattet. In diesem Zusammenhang werden auch die bestehenden Halbschranken, Lichtsignale, Verkehrsschilder sowie Geländer erneuert bzw. ergänzt. Im Bereich der Gehwege werden jeweils vor den Schranken sogenannte Aufmerksamkeitsfelder installiert, die von Sehbehinderten mit einem Langstock ertastet werden können.
Die Straße und die beiden Gehwege werden in ihren Abmessungen und in der Lage nicht angepasst.

Bahnübergänge „Lindenmattenstraße“ und „Ebneter Straße"
Die zwei im Bereich des zukünftigen Kreuzungsbahnhofs Littenweiler gelegenen Bahnübergänge werden wegen der neuen Zweigleisigkeit angepasst.
An der Lindenmattenstraße erfolgt eine Erneuerung der Bahnübergangsanlage mit je zwei Halbschranken im Fahrbahnbereich, drei Gehwegschranken, Lichtsignalen sowie Verkehrsschildern und Geländern. Im Bereich der Gehwege werden jeweils vor den Schranken Aufmerksamkeitsfelder installiert. Der östliche Gehweg wird von der Fahrbahn abgesetzt und rechtwinklig über die Gleise geführt. Im nordöstlichen Bereich entsteht, ausgehend vom Bahnübergang, ein Zugang zum künftigen zweiten Außenbahnsteig des Bahnhofs Littenweiler.
Für den Bahnübergang am Geh- und Radweg „Ebneter Straße“ erfolgt ebenfalls eine Erneuerung mit zwei Gehwegschranken, Lichtsignalen sowie entsprechenden Geländern. Vor den Schranken sind jeweils Aufmerksamkeitsfelder vorgesehen. Der Weg im Bereich des Bahnübergangs wird auf eine Breite von 3,00 m aufgeweitet. Dieses Maß ist nördlich des Bahnübergangs bereits vorhanden. Südlich des Bahnübergangs wird die Ebneter Straße eine geringere Längsneigung erhalten und bis zu der dort befindlichen Anlage zur Gasversorgung ebenfalls aufgeweitet. Auch an diesem Bahnübergang wird nördlich der Gleise ein neuer Zugang zum künftigen zweiten Bahnsteig hergestellt.

Bahnübergang „Kappler Straße L 121“
Am Bahnübergang „Kappler Straße“ sind lediglich leichte Anpassungen der internen Steuerungstechnik vorgesehen. Ein Umbau der Außenanlagen erfolgt nicht.

Bahnübergang „Zufahrt Falkhof“
Dieser Bahnübergang liegt an einem Privatweg und ist derzeit durch Andreaskreuze und Lichtzeichen gesichert. Im Zuge des Ausbaus der westlichen Höllentalbahn wird die Anlage vollständig erneuert und mit neuen Halbschranken und Lichtsignalen ausgestattet.

Bahnübergang „Krüttweg“
Die Bahnübergangsanlage am Krüttweg wird mit einer neuen Sicherungstechnik ausgestattet. Zudem werden die Halbschranken und Lichtsignale sowie Verkehrsschilder erneuert bzw. ergänzt. Nördlich des Bahnübergangs wird aus Gründen der Sicherheit ein Linksabbiegeverbot in den dort abzweigenden auch landwirtschaftlich genutzten Geh- und Radweg angeordnet und durch eine leichte bauliche Anpassung der Einmündung zusätzlich unterbunden. In der anderen Richtung gilt künftig an der Einmündung zum Bruckmühlenweg ein Rechtsabbiegeverbot. Beide Regelungen sind erforderlich, da sonst Großfahrzeuge beim Abbiegen den Bahnübergangsbereich während des Schließvorgangs blockieren könnten.
Die Straßenfahrbahn wird im östlichen Bereich des Bahnübergangs und des daran angrenzenden Räumbereichs von 25 m gemäß aktuellen Richtlinien leicht verbreitert, damit sich entgegenkommende Fahrzeuge auf der Straße nicht gegenseitig behindern.

Bahnübergang "Thaddäushofweg"
Der westlich der Gemeinde Kirchzarten im Bereich des Thaddäushofwegs gelegene Bahnübergang wird ebenfalls mit einer neuen Sicherungstechnik ausgestattet. Für den Bahnübergang erfolgt eine Erneuerung der Halbschranken, Lichtsignale sowie Verkehrsschilder. Zudem wird die Straßenfahrbahn im Bereich des Bahnübergangs und des daran angrenzenden Räumbereichs von 25 m gemäß aktuellen Richtlinien verbreitert.

Ausbau Bahnhof Freiburg-Wiehre∧ top

 
Beide Bahnsteige des Bahnhofs Freiburg-Wiehre werden auf der für das künftige Betriebskonzept erforderlichen Länge von 210 m ausgebaut. Die Höhe beträgt nach Ausbau 55 cm über Schienenoberkante und korrespondiert mit der Einstiegshöhe der Fahrzeuge, die künftig zum Einsatz kommen werden. Die genannten Abmessungen gelten im Folgenden auch für alle weiteren Stationen im Planfeststellungsabschnitt Höllentalbahn West.

Die barrierefreie Erschließung der Bahnsteige erfolgt mittels zweier Personenaufzüge, die innerhalb der bestehenden Personenunterführung nachgerüstet werden. An beiden Bahnsteigen werden die bestehenden Treppen an die neue Bahnsteighöhe angepasst. Der Hausbahnsteig an Gleis 1 ist über geneigte Zugangsflächen barrierefrei zu erreichen.


Ausbau Bahnhof Freiburg-Littenweiler∧ top

Der heute eingleisige Haltepunkt Freiburg-Littenweiler wird zu einem kurzen zweigleisigen Kreuzungsbahnhof ausgebaut, damit das geplante Betriebskonzept, hier insbesondere die Verstärkerfahrten zwischen Freiburg Hbf und Kirchzarten realisiert werden kann.

Das künftige zweite Gleis beginnt ca. 250 m westlich des Bahnübergangs Lindenmattenstraße und endet ca. 50 m östlich des Bahnübergangs Ebneter Straße. Der zweigleisige Bereich erstreckt sich somit über etwa 600 m. Das Gleis wird mit einer Oberleitung ausgerüstet. Hierzu werden die bestehenden Masten auf der Südseite des Bahnhofs durch neue ersetzt, von denen aus beide S-Bahn-Gleise überspannt werden können und die neben der Fahrleitung auch die vorhandene Speiseleitung aufnehmen werden. Die Speiseleitung dient der Stromversorgung entlang der Höllentalbahn.

Die barrierefreie Erschließung beider Bahnsteige erfolgt über geneigte Zugangsflächen. Im Zuge des Projektes sind an beiden Bahnsteigen Wetterschutzeinrichtungen, insbesondere auch zwei neue Bahnsteigdächer, vorgesehen.

Der Ausbau des Kreuzungsbahnhofs berücksichtigt die Planungen für die Stadtbahnverlängerung Littenweiler und ermöglicht nach deren Realisierung einen gemeinsamen Bahnsteig mit niveaugleichem Übergang zwischen beiden Verkehrsträgern.

 

Ausbau Bahnhof Kirchzarten∧ top

Die Verstärkerzüge aus Freiburg werden in den Bahnhof Kirchzarten künftig gleichzeitig mit den Regelzügen aus Richtung Himmelreich einfahren. Für diese Zugkreuzungen wird der Hausbahnsteig an Gleis 1 leicht verschoben und etwa mittig zum Empfangsgebäude angeordnet. Die vorhandenen Zugänge werden im Ausbaubereich an die neue Bahnsteighöhe angepasst.

Der heute im Bahnhofsbereich gelegene Reisendenüberweg zu Bahnsteig 2 ist nicht mehr regelkonform und wird im Zuge des Umbaus aufgehoben. Als Ersatz wird östlich des Bahnhofsgebäudes eine Unterführung neu gebaut und über Treppen sowie Aufzüge barrierefrei angeschlossen.

Der Bahnsteig an Gleis 2 wird ebenfalls ausgebaut und in diesem Zusammenhang in Richtung Himmelreich verschoben.

Im Zuge des Projektes sind an beiden Bahnsteigen Wetterschutzeinrichtungen, insbesondere drei neue Bahnsteigdächer, vorgesehen.

 

Ausbau Bahnhof Himmelreich∧ top

 
Im Bereich des Bahnhofs Himmelreich erfolgt wegen fehlender Gleislänge für die geplanten längeren Züge eine leichte Verschiebung der bergseitig angeordneten Weichenverbindungen in Richtung Neustadt .
Die Lage des zu erhöhenden Hausbahnsteigs an Gleis 1 verändert sich geringfügig in südliche Richtung, während der Bahnsteig an Gleis 2 beim Ausbau größtenteils in seiner Lage bestehen bleibt. Als Zugang dient weiterhin der im nördlichen Bereich des Bahnhofs gelegene Bahnübergang. Die barrierefreie Erschließung der beiden Bahnsteige erfolgt wie heute mittels geneigter Zugangsflächen. Am Bahnsteig Gleis 2 wird eine Anpassung der bestehenden Treppen an die neue Bahnsteighöhe vorgenommen.

 

Anpassung Kreuzung Hirschsprung∧ top



Die westlich im zweigleisigen Bereich der Kreuzung Hirschsprung angeordnete Weichenverbindung wird leicht in Richtung Himmelreich verschoben. Damit können sich künftig auch zwei lange Züge an dieser Betriebsstelle begegnen.

 

Ausbau Bahnhof Hinterzarten∧ top

 
Beide Bahnsteige werden auf einer Länge von 210 m ausgebaut und dabei auf die künftige Höhe von 55 cm über Schienenoberkante erhöht. Die barrierefreie Erschließung der Bahnsteige erfolgt mittels zweier Personenaufzüge, die mit Anschluss an die bestehende Personenunterführung nachgerüstet werden. An beiden Bahnsteigen werden die bestehenden Treppen an die neue Bahnsteighöhe angepasst.

Der heute vorhandene schienengleiche Reisendenüberweg im östlichen Bereich des Bahnhofs entfällt im Zuge des Stationsausbaus.

 

Ausbau Bahnhof Titisee∧ top

 
Zur Abwicklung des Regelverkehrs wird der Hausbahnsteig an Gleis 1 und die Bahnsteigkante des Mittelbahnsteigs an Gleis 3 auf einer Länge von 233 m ausgebaut. Die barrierefreie Erschließung der beiden Bahnsteige erfolgt mittels zweier Personenaufzüge. Sowohl die Zugangswege zum Hausbahnsteig als auch die an beiden Bahnsteigen bestehenden Treppen werden an die neue Bahnsteighöhe angepasst.
Zur Durchführung des Kuppelns und Flügelns von Zügen erfolgt eine Anpassung der Signaltechnik im Bahnhof Titisee.
Im östlichen Bahnhofsbereich wird ein sogenannter Schaltposten – in Form eines kleinen Gebäudes - zur Steuerung der Oberleitung errichtet.

zuletzt geändert am: Montag, 2. November 2015 09:06
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