Die enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet des ÖPNV hat in der Region, die gebildet wird aus der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, schon eine sehr lange Tradition. Anlass waren die starken Verflechtungen nicht nur zwischen der Stadt Freiburg als Oberzentrum und dem Umland sondern auch innerhalb bzw. zwischen den Landkreisen, die dazu führen, dass die Verkehrsnachfrage nicht an Gemeinde- oder Kreisgrenzen endet und Verkehrsprobleme damit nur gemeinsam gelöst werden können.

Zunächst trafen sich die zuständigen Fachleute aus den beiden Kreisen und der Stadt regelmäßig in der sogenannten Nahverkehrskommission, um sich abzustimmen und sich gemeinsam für Verbesserungen des ÖPNV-Angebotes einzusetzen.

Am 31. August 1994 wurde dann der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) gegründet, eine politische Institution, welche die Aufgabe hat, den Ausbau des ÖPNV in der Region voranzutreiben und das Angebot auf Dauer zu sichern. Verbandsmitglieder sind die Stadt Freiburg im Breisgau und die beiden Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. Entscheidungen werden in den beiden politischen Gremien des ZRF getroffen, dem beschließenden Ausschuss und der Verbandsversammlung, die beide in der Regel zweimal pro Jahr tagen. Den Verbandsvorsitz hat abwechselnd einer der beiden Landräte/Landrätinnen und der Oberbürgermeister/die Oberbürgermeisterin inne.

Laut Verbandssatzung entwickelt der ZRF die verkehrspolitischen Leitlinien für den ÖPNV in der Region und ist für die Umsetzung dieser Ziele verantwortlich. Konkret ist er Träger des „Integrierten regionalen Nahverkehrskonzepts Breisgau-S-Bahn 2020", das als Nahverkehrsentwicklungsplan für das Verbandsgebiet gilt. Es umfasst einen Ausbau des regionalen Schienennetzes sowie – darauf abgestimmt – den Ausbau des Regionalbusangebots. Auch gehören verschiedene Stadtbahnprojekte in Freiburg zu dem Konzept, die eine hohe Bedeutung für die Verknüpfung mit der Region haben.

Die einzelnen Schritte, mit denen der Nahverkehrsentwicklungsplan umgesetzt wird, werden im regionalen Nahverkehrsplan definiert, der regelmäßig durch den ZRF fortgeschrieben wird.

Für die Umsetzung der Breisgau-S-Bahn 2020 sind umfassende Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur erforderlich. Diese werden zu einem großen Teil durch Zuschüsse von Bund und Land gedeckt. Für die Finanzierung der verbleibenden Kosten ist der ZRF verantwortlich. Außerdem stellt der ZRF Zuschüsse zur Finanzierung von Betriebsleitungen zur Verfügung und stützt über einen Tarifzuschuss insbesondere das attraktive Angebot der RegioKarte.

Details finden Sie in der Verbandssatzung.